Wenn man nur eine Rebsorte nennen dürfte, die Österreich weinbaulich auf den Punkt bringt, wäre es Grüner Veltliner. Er ist überall im Land zuhause und schmeckt trotzdem an jedem Ort ein bisschen anders.

Wie schmeckt Grüner Veltliner?

Das Erkennungsmerkmal ist aber die feine weiße Pfeffernote, die Weintrinker regelrecht durchdrehen lässt. Dazu kommen grüner Apfel, etwas Zitrus und, je nach Lage, ein leicht erdiger Unterton. Junge Veltliner sind meist spritzig und unkompliziert, ältere oder aus alten Reben gekelterte Versionen zeigen mehr Tiefe und einen fast cremigen Schmelz am Gaumen.

 

Zu welchem Essen passt Grüner Veltliner?

Der Klassiker ist und bleibt das Wiener Schnitzel und das aus gutem Grund! Die Säure schneidet wortwörtlich durch die knusprige Panade. Genauso gut funktioniert er zu Spargel (eine der schwierigsten Speisen für Wein überhaupt), zu hellem Fleisch oder zu asiatischen Gerichten mit etwas Schärfe. Und ehrlich gesagt, als Solist im Glas auf der Terrasse macht er auch einfach Spaß.

 

Wo wächst die Rebsorte Grüner Veltliner?

Wachau und Kamptal liefern die mineralischeren, eleganteren Stile, hier sorgen Terrassenlagen und kühle Nächte für Spannung im Glas. Der Wagramund Carnuntum dagegen, mit seinen mächtigen Lössböden, bringt vollere, kraftvollere Veltliner hervor. Im Weinviertel, Österreichs größtem Weinbaugebiet, ist die würzige "Pfefferl"-Note sogar offizieller Teil der DAC-Klassifikation.