Wie schmeckt Chardonnay?
Je nach Ausbau ist Chardonnay ein echtes Chamäleon unter den Rebsorten. Ohne nennenswerten Holzeinsatz zeigt er sich frisch, mit Apfel und Birne, klarer Frucht und wenig Schnickschnack. Im Holzfass ausgebaut kommen Butter, Vanille und eine cremige, fast rahmige Textur dazu. Beides hat seine Fans und beides kann großartig sein, wenn es gut gemacht ist.
Zu welchem Essen passt Chardonnay?
Die frischen Varianten mögen Fisch, Meeresfrüchte und leichte Salate. Die kräftigeren, holzbetonten Chardonnays dagegen spielen ihre Stärke bei Geflügel, Kalbfleisch oder cremigen Pastagerichten aus, hier darf der Wein ruhig mithalten können.
Wo wächst die Rebsorte Chardonnay?
Ihre Heimat und bis heute wichtigste Referenz ist das Burgund, wo aus Chardonnay kühle, mineralische und charakteristische Weltklasse-Weißweine wie Chablis oder Meursault entstehen. Der Trend geht hier eindeutig zu weniger aber eleganterem Holzeinsatz. In Kalifornien und Australien zeigt sich die Sorte dagegen kräftiger, reicher und häufig deutlich holzbetonter.
In Österreich ist die Südsteiermark die spannendste Adresse, wo Chardonnay unter dem Namen Morillon eine eigenständige, elegante Stilistik entwickelt, näher am kühlen Burgund als an der warmen Neuen Welt. Auch am Leithaberg gibt es außergewöhnliche Weine, die den großen Burgundern ernste Konkurrenz bereiten.